Wenn die Tage kühler werden, beginnt in vielen Küchen die Backzeit. Den Anfang macht oft der Allerheiligenstriezel: Am 1. November wird das geflochtene Germgebäck traditionell an Patenkinder verschenkt. 2026 fällt Allerheiligen auf einen Sonntag. Wenige Tage später folgt Martini, und bald darauf duftet es nach Weihnachtsgebäck.
Der Striezel gehört seit Jahrhunderten zur österreichischen Backkultur. Wie er gebacken wird, ist von Familie zu Familie etwas verschieden. Auch das Geschenk rundherum hat sich verändert: Neben dem Gebäck gibt es häufig eine Beigabe, die zum Alter und zu den Interessen des Patenkindes passt.
Der Striezel und der Godntag
Zum Godntag bringen Göd und Godi ihrem Patenkind einen Allerheiligenstriezel. Viele backen ihn selbst aus einem mittelschweren Germteig. Nach dem Gehen wird der Teig aus drei, vier oder sechs Strängen geflochten. Je nach Region und Familienrezept kommen Rosinen hinein; obenauf gibt es Hagelzucker, Staubzucker oder gar keinen zusätzlichen Belag.
Wie alt dieser Brauch ist, zeigt ein Eintrag im österreichischen Register der Traditionellen Lebensmittel: Ein vermutlich erster Hinweis auf den „Heiligenstriezel“ stammt aus einem Nachrichtenbuch von 1699 aus Saxen in Oberösterreich. Der Striezel bleibt bis heute der vertraute Teil des Patengeschenks. Bei der Beigabe darf es dagegen jedes Jahr etwas Neues sein.
Warum die Beigabe oft schwerer fällt
Ob Rosinen hineinkommen, lässt sich meist leicht klären. Schwieriger ist die Frage, womit sich das Patenkind darüber hinaus freut. Ein Buch oder Spiel, das im Vorjahr gut angekommen wäre, ist heuer vielleicht nicht mehr interessant. Und wer noch einen Striezel backen möchte, hat nicht immer Zeit für eine lange Geschenksuche.
Geld ist praktisch, wirkt als Beigabe aber manchmal wenig persönlich. Ein auf Verdacht gekauftes Geschenk kann ebenso danebengehen. Eine Geschenkkarte ist eine Möglichkeit, die Entscheidung dem Patenkind zu überlassen und trotzdem etwas zum Striezel zu überreichen.
Eine Geschenkkarte zum Striezel
Auf geschenkkarten.at gibt es Karten verschiedener Marken sowie eine All-in-1 Geschenkkarte. Damit kann das Patenkind später selbst auswählen, ob es lieber ein Buch, ein Videospiel oder etwas für eine Shoppingtour möchte. Die All-in-1 Karte lässt sich für mehrere Markenkarten verwenden.
Wer spät dran ist, kann eine digital erhältliche Karte wählen, die per E-Mail zugestellt wird. Auch eine physische Variante ist erhältlich. So lässt sich die Beigabe passend zum Besuch planen: als ausgedruckte Karte im Umschlag, zusammen mit einer persönlichen Nachricht oder direkt neben dem frisch gebackenen Striezel.
Der Striezel macht das Geschenk persönlich
Eine Geschenkkarte nimmt Göd und Godi die schwierige Auswahl ab. Die persönliche Seite des Godntags bleibt dennoch erhalten: im selbst geflochtenen Striezel, im Lieblingsrezept der Familie und in der Zeit, die man miteinander verbringt. So passen ein alter Brauch und ein Geschenk mit freier Wahl gut zusammen.
